Portrait

Vreni Hutter-Köppel

geboren 1957
ausgebildete Primarlehrerin
verheiratet, 3 erwachsene Kinder
seit 1993 eigenes Atelier
verschiedene Ausstellungen im In- und Ausland

Mein Töpferweg

Auf die Frage, woher kam meine Leidenschaft mit dem Werkstoff Ton zu arbeiten, möchte ich meinen Werdegang kurz beschreiben. Nach der Ausbildung zur Primarlehrerin und einiger Jahre Lehrtätigkeit war für mich der der Grundstock zu einer neuen Herausforderung gelegt.

Seit meiner Kindheit wollte ich Dinge herstellen. Vor allem naturbezogene Werkstoffe faszinierten mich. Als wir später eigene Schafe hatten, lernte ich zuerst spinnen, danach färbte ich unsere eigene Schafwolle und lernte zum Schluss weben. Alle diese Tätigkeiten machten mir stets viel Freude, aber trotzdem suchte ich nach einem Werkstoff, der mir die Möglichkeit gab, meine ganze Fantasie auszuleben.

Eines Tages entdeckte ich den Ton. In dieser Anfangszeit kümmerte ich mich um unsere drei Kinder, schmiss den Haushalt und töpferte früh morgens , wenn alle schliefen. Ich bin eine begeisterte Leserin und las viele Töpferbücher. Die Begeisterung des Arbeitens mit Ton liess mich nicht mehr los. Bei Walter Ulrich, einem bekannten Töpfer, lernte ich das Drehen auf der Scheibe.

Obwohl ich heute auch viel modelliere, übt das Drehen auf der Scheibe für mich immer noch eine grosse Faszination aus. Gerne kombiniere ich diese beiden Arbeitsweisen miteinander.

Viel Zeit investierte ich in die Entwicklung der Glasuren für den Hochbrand 1300° im Elektroofen wie für den Rakubrand 1000°.

Gerne arbeite ich mit verschiedenen Tonmassen, die ich teils auch selbst mische. Steinzeug und Porzellan haben unterschiedliche Eigenschaften und beides zu verbinden ist oft mit einigen Misserfolgen verbunden.

Da ich mich als Autodidaktin sehe, fühle mich frei mit Ton umzugehen und zu experimentieren.Ich kann machen, was mir Spass macht und selbst entscheiden. Mein Mann gab mir immer „den Schups“, der mir Mut machte, den nächsten Schritt zu wagen, dafür werde ich ihm immer dankbar sein.